Relikte des Westwalls

Heute gebe ich euch einen kleinen Einblick in meine Bildersammlung zum Thema Westwall. Hierbei handelt es sich um verschiedene Anlagen der Luftverteidigungszone West und des Orscholzriegels, bei Mettlach, sowie verschiedene Winkelbunker.

Fangen wir mal mit den Panzersperren oder den sogenannten Höckerlinien an. Mit den Höckerlinien wollte man Panzerangriffe auf Bunkerstellungen erschweren und hoffte, dass sich der Gegner auf bestimmte Stellen konzentrieren würde, wo dann die eigene Abwehr (Panzer, Panzerabwehrwaffen) eingreifen könnte. Um Infanterieangriffe und vorrückende Sprengtrupps abzuhalten, wurden die Höckerlinien von Bunkern flankiert und zusätzlich mit Drahtverhauen umgeben. Zur Abwehr von Panzern gab es für die Panzerabwehrwaffen tiefgestaffelte Wechselstellungen mit Betonschutzschilden. Der Gegner wandte zur Überwindung der Hindernisse verschiedene Taktiken an. Meist ging zuerst die Infanterie über die Höckerlinie vor und bildeten einen Brückenkopf, in dem die umliegenden Bunker unschädlich gemacht wurden. Dann wurde eine Lücke ins Hindernis gesprengt, damit die Panzer vorrücken konnten. [Quelle: Wikipedia/Höckerlinie]

Weiter geht es zu den Winkelbunkern in Neunkirchen und Kaiserslautern. Insgesamt wurden 200 Hochbunker des Typs Winkel erbaut, davon sind noch knapp 60 Stück erhalten. Diese Bunker konnten je nach Auslegung bis zu 600 Personen fassen. Die spitze Form des Bunkers sollte eine geringe Angriffsfläche für Bomben bieten und so bei einem Treffer möglichst für ein Abgleiten der Bombe ohne Explosion sorgen. Lediglich ein Bunker bei Bremen wurde durch einen Volltreffer dennoch zerstört. Diese Bunker stehen heute größten Teils unter Denkmalschutz.

Und last but not least eine kleine Auswahl an gesprengten Bunkern. Leider wurden nach dem Krieg die Mehrheit der Westwallbunkeranlagen von den Aliierten gesprengt, bzw. in den vergangenen Jahren übererdet. Von insgesamt 4.100 Bunkern im Saarland sind nur noch 600-800 Anlagen intakt.

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